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Pferdeweide Pflege

Pferdeweide Pflege – so geht es richtig

pferdeweide-pflege Pferdeweiden müssen besondere Anforderungen erfüllen und werden durch den hohen Bewegungsdrang der Pferde stark strapaziert.

Wie können Sie Ihre Pferdeweide optimal pflegen? Was sollte bei der Auswahl der Weidegräser beachtet werden und welchen Einfluss hat eine optimale Düngung auf die Qualität der Pferdeweide?

In unserem nachfolgenden Ratgeber haben wir viele interessante Fakten und Infos zum Thema Pferdeweide und Pflege für Sie zusammengestellt.


Welchen Anforderungen muss eine Pferdeweide gerecht werden?

★ Wichtig zu wissen: Im Vergleich zu Weiden für Milchvieh oder Schafe sind die Anforderungen an Pferdeweiden deutlich vielschichtiger. So legt ein Pferd beim Spiel und bei der Futtersuche täglich bis zu 20 km auf der Weide zurück. Da meist mehrere Pferde auf einer Weide stehen, potenziert sich diese „Kilometerleistung“.

Im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht haben Pferde relativ kleine Hufe, welche folglich einen hohen Bodendruck erzeugen und die Weide verdichten können. Zudem sorgt das Temperament vieler Pferde für abrupte Stoppmanöver und schnelle Richtungswechsel, so dass durch die Hufe beim spielerischen Galoppieren ganze Stücke aus der Grasnarbe herausgerissen werden.

Folglich müssen Pferdeweiden sehr strapazier- und regenerationsfähig sein. Um Muskeln, Bänder und Gelenke der Pferde zu entlasten, sollten Grasnarbe und Boden der Weide zudem eine gewisse dämpfende Wirkung haben.

Weiterhin dient eine Pferdeweide natürlich der Futteraufnahme.

Daher sollte die Grasnarbe einer Pferdeweise möglichst leicht verdauliche Gräser mit einem ausgewogenen Nährstoffgehalt aufweisen. Bei Pferden können zum Beispiel zu eiweißreiche Gräser bzw. Pflanzen wie Weißklee bei übermäßigem Verzehr zu Stoffwechselproblemen aufgrund einer zu hohen Ammoniakbildung im Dickdarm führen. Zudem sollte das Gras auf Pferdeweiden schnell nachwachsen und auch längere Trockenperioden ohne Bewässerung überstehen. Bei sehr kurzen oder nur spärlich wachsenden Halmen nehmen Pferde beim Weiden relativ viel Sand und andere Bodenbestandteile auf, was lebensbedrohliche Sandkoliken verursachen kann.


Optimale Weidepflege für die Pferdeweide


 ★ Unser Tipp: Haben Sie mehrere Pferdeweiden zur Verfügung, können Sie die Struktur der Grasnarbe durch eine Wechselbeweidung mit Rindern verbessern. Konkret empfehlen Experten eine Weide 2 bis 3 Jahre als Pferdeweide zu nutzen und anschließend die Weide für ein Jahr von Rindern beweiden zu lassen.


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Zu den empfohlenen jährlichen Pflegearbeiten bei Pferdeweiden zählt das Abschleppen im Frühjahr.

Dabei werden unter anderem Maulwurfshaufen beseitigt und liegengebliebener Pferdekot wird gleichmäßig verteilt.

Das Walzen von Pferdeweiden kann eine weitere empfehlenswerte Maßnahme zur Weidepflege sein.

Durch das Walzen wird unter anderem die Verdichtung der Grasnarbe gefördert. Allerdings sollten Sie ihre Weide nur walzen, wenn diese nicht zu trocken oder zu nass ist. Zu nass ist eine Weide für das Walzen, wenn sich in Fußspuren Wasser ansammelt.

Die Verteilung von Pferdekot beugt einer zu starken Konzentrierung von Bodennährstoffen an einzelnen Stellen der Weide vor.

Diese sogenannten „Geilstellen“ können die Ausbreitung von unerwünschten Kräutern wie Brennnesseln fördern. Der Entstehung von Geilstellen können Sie auch durch das regelmäßige Absammeln von Kot vorbeugen. Zudem reduziert das Kotabsammeln die Ausbreitung von Weideparasiten. Die gesamte Weide von Kot zu befreien ist in der Regel sehr aufwendig. Viele Pferde haben allerdings bestimmte Kotstellen, die relativ einfach gesäubert werde können.

Zu den wichtigen Pflegemaßnahmen einer Pferdeweide zählt weiterhin ein Reinigungsschnitt.

Bei diesem wird das Gras bis auf eine Länge von ca. 7 cm abgemäht. Durch den Reinigungsschnitt wird unter anderem die Dichte der Grasnarbe erhöht und der Ausbreitung von unerwünschten Pflanzen wie Disteln und Ampfer wird vorgebeugt. Wurden erwünschte Gräser wie Deutsches Weidelgras, Wiesenschwingel oder Wiesenlieschgras von anderen Gräsern und Kräutern zu stark verdrängt, empfiehlt sich eine Neuansaat mit speziellen Ansaat Mischungen für Pferdeweiden.


★ Wichtig zu wissen: Eine sehr wichtige Pflegemaßnahme ist die Bekämpfung des für Pferde giftigen Jakobskreuzkrautes. Einzelne Pflanzen des Krautes sollten Sie per Hand entfernen. Generell lässt sich der Ausbreitung von Jakobskreuzkraut durch einen regelmäßigen Weideschnitt und eine dichte Grasnarbe vorbeugen.1


 

Pferdeweide optimal düngen – wie kann eine Bodenanalyse helfen?

Für optimales Wachstum der Gräser und eine strapazierfähige Grasnarbe ist meist eine regelmäßige Düngung der Pferdewiese erforderlich. Generell ist es empfehlenswert, Pferdeweiden eher sparsam mit Stickstoff zu düngen, da eine maximale Futterausbeute bei Pferdeweiden kein primäres Nutzungsziel ist.


★ Unsere Empfehlung: Die Stickstoffgabe sollte in der Regel 60 kg pro Hektar und Jahr nicht überschreiten.


Pferdeweiden müssen mit wichtigen Bodennährstoffen wie Kalium, Phosphor und Magnesium möglichst optimal versorgt sein, da es sonst bei Gräsern zu Wachstumsstörungen und Mangelerscheinungen kommen kann.

Eine Überdüngung mit einzelnen Bodennährstoffen kann allerdings kontraproduktiv sein und zu unnötigen Nährstoffeinträgen in die Umwelt führen. Deshalb sollte eine Düngung immer auf Basis einer Bodenanalyse erfolgen. Neben der leicht verständlichen Auflistung wichtiger Parameter erhalten Sie bei unseren Bodenanalysen auch konkrete Empfehlungen für die Düngung Ihrer Pferdeweide.

 


Zum Weiterlesen:
1 Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, „Pflege von Pferdeweiden“

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