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Rasen rechtzeitig düngen

Rasen rechtzeitig düngen – was sollten Sie beachten?

rasen-bodentestRasen rechtzeitig zu düngen kann diesen vor Mangelerscheinungen und Krankheiten bewahren und sorgt für anhaltend kräftiges Wachstum. Wie düngen Sie Ihren Rasen optimal und wie kann Sie eine Bodenanalyse dabei unterstützen? Wann und wie oft sollte ein Rasen vertikutiert und gelüftet werden? Diese und weitere Fragen beantwortet Ihnen unser nachfolgender Praxis-Ratgeber.

Warum sollte Rasen rechtzeitig gedüngt werden?

Wie andere Pflanzen benötigt auch Rasen für optimales Wachstum eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Im Laufe der Zeit werden Nährstoffe aus dem Rasenboden ausgewaschen. Zur Minderung des Nährstoffgehalts trägt zudem das Entfernen von Rasenschnitt oder Moos von der Rasenfläche bei, da in dieser Biomasse viele Nährstoffe gebunden sind. Werden Rasenflächen nicht regelmäßig Nährstoffe wie Stickstoff, Magnesium, Phosphor und Kalium zugeführt, vermindert sich das Wachstum des Rasens und dieser wird insgesamt weniger strapazierfähig.

Nährstoffmangel kann auch typische Mangelerscheinungen des Rasens verursachen. So deutet ein schlecht wachsender, blasser Rasen mit gelben Halmspitzen möglicherweise auf einen Stickstoffmangel hin. Bläulich bis rötlich verfärbte Halme sind oft Zeichen eines Phosphormangels und Magnesiummangel führt zu Chlorosen mit gestörter Photosynthese und entfärbten Halmen.

Ein Nährstoffmangel im Rasenboden kann aber ebenso verschiedene Rasenkrankheiten begünstigen. Dazu zählen zum Beispiel Rotspitzigkeit (Stickstoffmangel) und Hexenringe (allgemeiner Nährstoffmangel). Rasen rechtzeitig zu düngen ist auch schon beim Anlegen der Rasenfläche wichtig, da viele Gartenböden nicht optimal mit Nährstoffen für Rasenflächen versorgt sind.

Wie kann eine Bodenanalyse bei der optimalen Rasendüngung helfen?

Welche Nährstoffe Ihrem Rasen für optimales Wachstum fehlen, ist ohne eine Bodenanalyse nur schwer einzuschätzen. So kann der Boden zum Beispiel ausreichend mit Stickstoff versorgt sein, während ein Mangel an Magnesium vorliegt. Mit den Ergebnissen unserer Bodenanalyse für Rasen können Sie eine gezielte Düngung des Rasens vornehmen.

Dabei unterstützen Sie die mit den Ergebnissen der Bodenanalyse gelieferten Düngetipps. Anhand der Bodenanalyse lässt sich auch eine kontraproduktive Überdüngung des Rasenbodens vermeiden. So führt zum Beispiel zu viel Stickstoff im Boden zu „Geilwuchs“ und einer erhöhten Anfälligkeit für Rasenkrankheiten wie Schneeschimmel.

Ein Überangebot an einzelnen Nährstoffen kann zudem die Aufnahme anderer Nährstoffe durch den Rasen behindern. So ist unter anderem eine Überversorgung mit Kalium ein Grund für eine reduzierte Magnesium-Aufnahme.1 Außerdem belastet eine Überdüngung Ihren Geldbeutel sowie Grund- und Oberflächenwasser.

Mit einer Rasen-Bodenanalyse erhalten Sie auch Klarheit über die Bodenart und den Boden-pH-Wert der Rasenfläche. Der Boden-pH-Wert hat einen wichtigen Einfluss auf die Verfügbarkeit vieler Bodennährstoffe. Der optimale Boden-pH-Wert ist wiederum von der Bodenart abhängig. So ist bei lehmigen Böden ein Boden-pH-Wert über 6,3 anzustreben, während leicht sandige Böden erst ab einem pH-Wert von unter 5,3 als zu sauer gelten.

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Wann und wie oft sollte Rasen gedüngt werden?

Der richtige Zeitpunkt der Rasendüngung hängt unter anderem vom Ausmaß des Nährstoffmangels und der Nutzung des Rasens ab. Wenig bis mittelstark strapazierte Rasenflächen werden maximal zweimal pro Jahr gedüngt. Die Düngung erfolgt am besten im Frühjahr und Herbst.

Bei stark strapazierten Rasenflächen wird Dünger teilweise bis zu viermal im Jahr gegeben. Hier sollte der Rasen das erste Mal im Zeitraum Mitte März bis Mitte April gedüngt werden. Die weiteren Düngungen erfolgen dann im Abstand von ca. 2 Monaten. Die letzte Rasendüngung mit Universaldünger sollte nicht später als Mitte September erfolgen. Um den Rasen optimal auf den Winter vorzubereiten, kann noch eine kaliumreiche- und stickstoffarme Düngung im Oktober mit speziellem Rasen-Herbstdünger sinnvoll sein.

Düngen Sie Ihren Rasen möglichst am Abend, wenn der Rasen nicht mehr der Sonne ausgesetzt ist. Sonst kann der Dünger die Halme verbrennen. Ideal ist Regen nach der Düngung, da so der Dünger in den Boden gewaschen wird. Bei trockener Witterung sollte der Rasen nach dem Düngen gewässert werden.

Welche Rasendünger werden angeboten?

Rasendünger lassen sich grundsätzlich wie folgt einteilen:

 

  • Mineralische Rasendünger sind industriell gefertigte Produkte, welche vom Rasen sehr schnell aufgenommen werden. Daher eignen sich die Dünger gut zur Beseitigung von akuten Mangelzuständen. Mineralische Rasendünger können einzelne Nährstoffe oder Nährstoffkombinationen enthalten.

 

  • Organische Rasendünger enthalten natürliche Substanzen wie Hornspäne oder Guano und werden langsamer aufgenommen als mineralische Dünger. Daher eignen sich organische Dünger gut zur Langzeitdüngung.

 

  • Mineralisch-Organische Dünger enthalten eine Kombination aus organischen und mineralischen Bestandteilen. Mit mineralisch-organischen Düngern führen Sie Ihrem Rasen sowohl kurz- als auch langfristig Nährstoffe zu.

 

  • Flüssigdünger werden vom Rasen sehr schnell aufgenommen und sind in der Anwendung einfach. Allerdings haben Flüssigdünger einen hohen Preis.


Rasenpflege – vertikutieren und lüften

Zu den wichtigsten Maßnahmen der Rasenpflege gehört das Vertikutieren und Lüften. Beim Vertikutieren werden zum Beispiel Moos und andere „Fremdkräuter“ aus dem Rasen entfernt. Insgesamt beugt das Vertikutieren einer Verfilzung des Rasens vor.

Einen Vertikutierer können Sie in vielen Baumärkten und Gartenfachgeschäften ausleihen. Zum Vertikutieren ist das Frühjahr ein guter Zeitpunkt. Nach dem Vertikutieren kann der Rasen zusätzlich gelüftet werden. Zum Lüften des Rasens wird ein Rasenbelüfter oder eine Lüftungsgabel verwendet. Diese Geräte treiben mit Hohlzylindern Löcher in den Rasen. Dies beugt einer Verdichtung des Rasenbodens vor. Nachdem Sie den Rasen gelüftet haben, sollte dieser gesandet werden.

1 Getreidemagazin 2/2013, „Nährstoffwechselwirkungen in Boden und Pflanze“: http://www.kali-gmbh.com/de/pdf-articles/article-20130506-getreidemagazin-naehrstoffwechselwirkungen-in-boden-und-pflanze.pdf

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